LHKW-Sanierung im Ausbesserungswerk Nürnberg der DB AG

Sanierungsplanung, Grundwasserreinigungsanlage, hydrogeologisches Modell, Sanierungsüberwachung

Projekt

Ort der Ausführung: Ingolstädter Str., Nürnberg, Bayern, Deutschland, Europa

Zuständiger Firmen-Standort: Nürnberg (Hauptfirmensitz)

Beschreibung

Auf dem Gelände des Ausbesserungswerks Nürnberg der Deutschen Bahn AG wurden 1988 im Rahmen orientierender Bodenluftmessungen Verunreinigungen des Untergrundes durch Leichtflüchtige Halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW) nachgewiesen. Daraufhin wurden Ende 1989 in den Hauptschadensbereichen kombinierte 5“-Grundwasser- und Bodenluftmessstellen errichtet, an denen nachfolgende Sanierungstests sanierungsrelevante LHKW-Belastungen sowohl in der ungesättigten als auch in der gesättigten Bodenzone ergaben. Bereits im Januar 1991 wurde mit der Sanierung der ungesättigten Bodenzone begonnen (kontinuierliche Bodenluftabsaugung an drei Messstellen), im November 1991 folgte die Aufnahme der Sanierung des verunreinigten Grundwassers (Pump and Treat). In der Folgezeit wurden im Rahmen weiterer Erkundungsschritte und zur Beobachtung der Sanierung mehrere 5“-/6“-Grundwassermessstellen (Ausbautiefen 13,5-35,5 m u. GOK) sowie hauptsächlich zur Bodenluftabsaugung zahlreiche 2“-Messstellen (max. 12,5 m u. GOK) auf dem Ausbesserungswerksgelände errichtet. Das Sanierungsnetz wurde dabei schrittweise angepasst und erweitert, in bereits sanierten Bereichen (i. W. ungesättigte Bodenzone) wurden die Sanierungsmaßnahmen beendet.

Die Sanierung wird bis dato regelmäßig überwacht (Anlagenbetrieb, Probenahmen/Analytik) und durch ein umfangreiches Monitoringprogramm an umliegenden Messstellen begleitet.

Das aus den Grundwassersanierungsmessstellen geförderte Grundwasser wird über einzelne Zuleitungsstränge bis zu einer zentralen Reinigungsanlage geführt und hier zunächst in einen Vorlagebehälter geleitet. Danach wird das Roh-Mischwasser über eine 2-stufige Desorptions-/ Stripanlage geleitet, in der die im Wasser gelösten LHKW-Schadstoffe durch Einblasen von Frischluft im Gegenstrom aus der Flüssig- in die Gasphase überführt werden („Ausstrippen“), über Absauggebläse auf beiden Striptürmen abgesaugt und über Luft-Aktivkohlefilter gereinigt werden. Das Roh-Mischwasser wird nach Durchlauf des zweiten Stripturms noch über zwei nachgeschaltete Nass-Aktivkohlefilter geleitet, um zusätzlich auch die PBSM-Schadstoffe im Wasser zu eliminieren. Das gereinigte Wasser wird über die Kanalisation abgeleitet.

 

Erbrachte Leistungen

  • Historische Recherche,
  • Detailuntersuchung,
  • Sanierungsplanung,
  • Abstimmung mit den Fachbehörden,
  • Hydrogeologisches und numerisches Grundwasserströmungsmodell,
  • Abteufen von Grundwasserpegeln,
  • Errichtung von zwei Tiefenmessstellen mit einer Ausbautiefe von 61 m,
  • Ausführungsplanung Grundwasserreinigungsanlage, Sickerschächten und -gräben, Leitungssystem,
  • Errichtung zusätzlicher Grundwassermessstellen,
  • Bauüberwachung,
  • monatliche Anlagenwartung, fachgutachterliche Sanierungsüberwachung, Analytik, Bewertung und Berichterstellung, Darstellung des Sanierungsfortschritts.

Boden- und Gewässserschutz Eigenschaften Umwelttechnik

Aufgabenbereiche Boden- und Gewässerschutz: Altlasten

Erkundungsstufe: Historische Erkundung, Orientierende Erkundung, Detailuntersuchung, Sanierungsdokumentation

Grundwassersanierung Eigenschaften Grundwassersanierung

Gutachterliche Leistungen: Grundwassermodellierung, Monitoring

Behandlungsverfahren: Aktivkohlefiltration, Strippung

Auftraggeber

DB Netz AG, Regionale Instandsetzung (Anlagenrückbau / Bodensanierung)
Branche: Fahrzeuge und Verkehr
Katzwanger Str. 175
90461 Nürnberg

Social Media

Weitere Referenzen des Unternehmens R & H Umwelt GmbH

Feedback
Zur Beta einladen